Italien

Eine kleine Landeskunde – kurz gefasst

Italien liegt im Süden Europas und ragt als Halbinsel in das Mittelmeer hinein. Die Form des Landes erinnert an einen Stiefel, weshalb Italien oft auch als „Stiefel Europas“ bezeichnet wird. Mit über 59 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern gehört es zu den bevölkerungsreichsten Staaten der Europäischen Union. Geprägt ist das Land sowohl von Bergen als auch vom Meer: An der Grenze zu Frankreich erhebt sich der höchste Gipfel der Alpen, der Mont Blanc. Im Süden Italiens liegt Sizilien, die größte Insel des Mittelmeeres. Vor der „Stiefelspitze“ setzt sich hier das Apennin-Gebirge fort, und mit dem Ätna erhebt sich ein aktiver Vulkan, der zugleich der höchste Europas ist.

Italien besitzt im Norden eine stark entwickelte Industrie, während der Süden eher landwirtschaftlich geprägt ist. In keinem anderen großen europäischen Land ist das Nord-Süd-Gefälle so steil und so beständig wie in Italien. Das zeigt sich auch in den signifikanten Wohlstandsunterschieden zwischen den Regionen. Viele Süditalienerinnen und Süditaliener zogen daher Mitte des 20. Jahrhunderts nach Mailand, Turin und Genua, wo deutlich mehr Arbeitsplätze zu finden waren.

Weltweit bekannt ist Italien für seine Küche mit Pasta und Pizza, für Mode und Design aus Mailand sowie für bedeutende Kulturschätze aus der Antike und Renaissance. Städte wie Florenz und Venedig ziehen jedes Jahr Millionen von Touristen an, die sich von Geschichte, Kunst und Lebensart faszinieren lassen. Besonders Rom, die Hauptstadt Italiens, zählt zu einem der meistbesuchten Orte der Welt: Hier findet man Geschichte an jeder Straßenecke, seien es das Kolosseum oder das Pantheon.

Am 2. Juni feiert Italien seinen Nationalfeiertag. An diesem Tag wird an die Gründung der Republik im Jahr 1946 erinnert, als sich die Bevölkerung in einem Referendum gegen die Monarchie entschied. Italien ist heute eine parlamentarische Republik. 

International ist Italien fest eingebunden: Als Gründungsmitglied der Europäischen Union, Mitglied der G7 und G20 sowie der NATO verfolgt das Land eine traditionell multilateral ausgerichtete Außenpolitik. Heute ist Italien nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Wirtschaft der Europäischen Union.

 

Nach oben

Sämtliche Landeskunden über EU-Staaten:

Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Zypern. Derzeit stehen noch nicht alle Landeskunden vollständig bereit, wir werden diese in nächster Zeit noch ergänzen.

 

Steckbrief

Hauptstadt:
Rom

Fläche:
301.338 km²

Bevölkerungsdichte:
196 Einwohner pro km²

Bevölkerungsanzahl:
59 Mio.

Amtssprache:
Italienisch

Währung:
Euro

BIP pro Kopf:
34.400 Euro (2024)

Arbeitslosenquote:
6,6 % (2024)

Parlamentarische Republik:

Staatspräsident:
Sergio Mattarella

Ministerpräsident:
Giorgia Meloni

Demokratieindex:
Platz 38

In der Europäischen Union:

Mitglied seit:
1. Januar 1958

Abgeordnete im Europäischen Parlament:
76

Sehenswürdigkeiten

Geschichte

Es ist davon auszugehen, dass die italienische Halbinsel bereits in der frühen Altsteinzeit vor ein bis zwei Millionen Jahren von Menschen besiedelt war. Vor rund 40.000 Jahren haben sowohl die Neandertaler als auch der moderne Mensch (Homo sapiens) hier gelebt.

Das Gebiet des heutigen Italien war die Heimat der Etrusker und später der Römer. Laut einer Sage wurde die Stadt Rom im Jahr 753 v. Chr. von Romulus und Remus gegründet, den Söhnen des Kriegsgottes Mars. Rom führte erfolgreich Kriege gegen die Völker, die rund ums Mittelmeer wohnten, dehnte sich immer weiter aus, bis das Römische Reich entstand. Auch Regionen in Mitteleuropa wurden dabei erobert. Das Römische Reich dauerte etwa von 200 vor Christus bis 480 nach Christus an und zählt zu den größten Imperien der Imperien der Geschichte. Die römische Kultur ist bis heute prägend für weite Teile Europas.

Nach dem Fall des Weströmischen Reiches im fünften Jahrhundert fiel Italien unter die Herrschaft verschiedener germanischer Völker, insbesondere der Ostgoten und später der Langobarden. Unter Karl dem Großen, König und später Kaiser, begann im 8. Jahrhundert das Frankenreich Italien zu dominieren. Im 14. und 15. Jahrhundert waren es vor allem fünf Mächte, die auf dem Gebiet des heutigen Italien herrschten: Die Stadtstaaten Mailand, Florenz und Venedig sowie der Kirchenstaat und das Königreich Neapel. Ab dem 16. Jahrhundert suchten Frankreich und Spanien in den Italienkriegen eine Vormachtstellung auf der Halbinsel zu erkämpfen 

Während der Zeit der Napoleonischen Kriege im 19. Jahrhundert eroberte Napoleon die meisten italienischen Staaten. Es entstand eine breite politische und soziale Bewegung, Risorgimento genannt, die vom Wunsch nach Unabhängigkeit von den verschiedenen italienischen Staaten und ausländischen Herrschern geprägt war und eine Einheit anstrebte. Dies führte 1861 zur Gründung des Königreichs Italien unter Viktor Emanuel II.

Im 20. Jahrhundert war Italien in beide Weltkriege involviert. Da Italien zu den Siegermächten gehörte, erzielte das Land nach 1918 territoriale Gewinne. Es erhielt mehrere Gebiete von Österreich, nämlich Julisch-Venetien (inklusive Istrien), Südtirol und das Trentino.
 

Hymne

Il Canto degli Italiani /
Inno di Mameli

1. Strophe
Fratelli d’Italia,
L’Italia s’è desta,
Dell’elmo di Scipio
S’è cinta la testa.
Dov’è la Vittoria?
Le porga la chioma,
Ché schiava di Roma
Iddio la creò.
(2x)

Refrain
Stringiamci a coorte
Siam pronti alla morte
L’Italia chiamò.
(2x)
 

Übersetzung:

Das Lied der Italiener /
Hymne von Mameli

1. Strophe
Brüder Italiens,
Italien hat sich erhoben,
Und hat mit dem Helm des Scipio
Sich das Haupt geschmückt.
Wo ist die Siegesgöttin Viktoria?
Sie möge Italien ihr Haupt zuneigen,
Denn als eine Sklavin Roms
Hat Gott Italien erschaffen.
(2x)

Refrain
Lasst uns die Reihen schließen,
Wir sind bereit zum Tod,
Italien hat gerufen!
(2x)

Weitere Informationen zur Entstehung:

BpB: Die EU-Mitgliedstaaten und ihre Nationalhymnen

Nationalhymne zum Anhören

Nach oben

Auf Italienisch

Deutsch Italienisch
Guten Tag Buon giorno
Wie geht es Dir? Come stai?
Herzlich Willkommen Benvenuto
Ich komme aus Deutschland Sono tedesca/o
Ich heiße ... Mi chiamo...
Vielen Dank Mille grazie
Auf Wiedersehen arrivederci

Nach oben

Linksammlung

Quellen & weitere Infos

Cookieeinstellungen
X

Wir verwenden Cookies

Wir nutzen auf unseren Websites Cookies. Einige sind notwendig, während andere uns helfen, eine komfortable Nutzung diese Website zu ermöglichen. Einige Cookies werden ggf. für den Abruf eingebetteter Dienste und Inhalte Dritter (z.B. YouTube) von den jeweiligen Anbietern vorausgesetzt und von diesen gesetzt. Gegebenenfalls werden in diesen Fällen auch personenbezogene Informationen an Dritte übertragen. Bitte entscheiden Sie, welche Kategorien Sie zulassen möchten.