EUROPA WAHL 2009

Flaggen Brüssel

Europa hat gewählt

Das alle 5 Jahre gewählte Europäische Parlament - die zweitgrößte Demokratie der Welt - wird deutlich konservativer und europaskeptischer...
Zum 7. Mal fand  vom 4. bis 7. Juni 2009 die Wahl zum Europäischen Parlament statt.
Bürgerinnen und Bürger aus 27 EU-Mitgliedstaaten nahmen an der Europawahl teil. Das sind rund 375 Millionen wahlberechtigte EU-Bürgerinnen und Bürger, die in einer allgemeinen, freien, direkten und geheimen Wahl eine parlamentarische Vertretung wählen.

Die Wahlbeteiligung ist im EU-Durchschnitt im Vergleich zur letzen Wahl (45,5%) nochmal gesunken auf diesmal nur 43,1%. Die Wahlbeteiligung in Deutschland war - wie bei der letzten Wahl 2004 - auf niedrigem Stand und lag bei 43%. Luxemburg verzeichnet die höchste Wahlbeteiligung mit 91% und die Slowakei mit 19,6% die niedrigste.

Nach den vorläufigen Wahlergebnissen gehen die Konservativen und Europaskeptiker gestärkt aus der Wahl heraus. Die größten Verluste mussten die Sozialdemokratischen Parteien Europas (SPE) hinnehmen. Sie werden voraussichtlich mit 159 Abgeordneten ins Parlament ziehen, das sind 56 weniger als bisher.

zu den Ergebnissen....


Die Wahl - erste Tendenzen

Die Tendenz der ersten Wahlen am 4. Juni 2009  in den Niederlanden und im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland spiegelte sich auch in vielen anderen EU-Ländern bei der Wahl zum Europäischen Parlament wieder. Die Wählerinnen und Wähler straften mit ihrer Stimmabgabe vorallem ihre eigenen Regierungen ab. Die großen Volksparteien der Mitte verzeichnen fast überall Verluste. Gewinner sind die kleinen Parteien und hier vor allem die europakritischen und rechtspopulistischen Organisationen.
Sie stellen künftig bis zu zehn Prozent der Abgeordneten im neuen Europaparlament stellen.

Spiegel Online: Triumph der Provokateure -

ZDF heute.de: Rechtstrend fast überall in Europa


Wahl-O-Mat

Wahl-O-Mat - ein interatives Wahltool
Mehr Parteien, neues Design, englische Sprachversion:
Im Superwahljahr ist vieles neu beim Wahl-O-Mat. Erstmals hat die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) alle 32 zur Wahl zugelassenen Parteien und politischen Vereinigungen eingeladen, am Wahl-O-Mat teilzunehmen. Insgesamt 29 Parteien und politische Vereinigungen haben die Chance genutzt und die Wahl-O-Mat-Thesen beantwortet.

Jetzt sind Sie an der Reihe: Vergleichen Sie Ihre Standpunkte mit den Positionen der Parteien!

Wahl-O-Mat


Plakatwettbewerb der Aktion Europa

Plakatwettbewerb

der Bundesregierung - Europäische Kommission - Europäisches Parlament

Ca. 3,5 Millionen Erstwähler dürfen am 7. Juni. 2009 das erste Mal bei einer Europawahl wählen gehen und mitgestalten.
Junge Erwachsene aus ganz Deutschland haben bei dem Wettbewerb mitgemacht und Plakate für die Europawahl 2009 gestaltet. Ziel ist es, andere Erstwähler zur Stimmabgabe am 7. Juni zu bewegen. Die Siegerteams reisten für drei Tage nach Berlin, wo ein spannendes Besuchsprogramm organisiert wurde.


Platz 1
(Team: Yashar Khosravani, Barbara Lata, Claudia Lo Cicero, Daniel Koerver.
Schule: Berufskolleg für Gestaltung und Technik, Aachen)

Über 5000 Jugendliche aus ganz Deutschland entwarfen 1612 Plakate zur Europa-Wahl 2009 und nahmen damit am Europa-Plakatwettbewerb „Schöner Wählen“ der Aktion Europa teil. Bunt, witzig, schlicht…auf jeden Fall einfallsreich sind die Entwürfe des Plakatwettbewerbs „Schöner wählen“, die gerade Erstwähler dazu auffordern sollen, am 7. Juni zur Europawahl zu gehen. Die Plakate werden im Rahmen der Kampagne zur Europawahl eingesetzt.

Die Gewinner-Plakate von Platz 1 bis 5 zum anschauen und downloaden

Plakatwettbewerb der Aktion Europa (alles über den Wettbewerb: Die Siegerteams, Eure Meinungen, Infos zur Europawahl...)


Änderungen seit der Europawahl 2004

Anzahl der Sitze im Europäischen Parlament

Seit der letzten Europawahl im Juni 2004 saßen bis Januar 2007 736 Abgeordnete aus den 25 Mitgliedstaaten im Europäischen Parlament, davon 99 Abgeordnete aus Deutschland. Ebenfalls gibt es seit der Wahl 2004 eine klare Trennung der Mitgliedschaften für Abgeordnete: entweder ist ein Abgeordneter Mitglied des Europäischen Parlamentes oder eines nationalen Parlamentes, beides zusammen ist unvereinbar.

Mit dem Beitritt von Bulgarien und Rumänien am 1. Januar 2007 erhöht sich die Gesamtzahl der EU-Abgeordneten vorübergehend auf insgesamt 785. Zur Europawahl 2009 wird sich die Zahl der Abgeordneten wieder verringern.

Tritt der "Reformvertrag von Lissabon" vor der Europawahl 2009 in Kraft, so würde sich die Sitzverteilung ändern, da dieser eine Obergrenze der Abgeordnetenzahl auf 750 Sitze festlegt (zuzüglich eines Sitzes für Italien entsprechend dem EU-Ratsbeschluss vom 14. Dezember 2007).
Sollte der Reformvertrag scheitern oder erst nach der Europawahl 2009 in Kraft treten, würde sich die Zahl der Sitze im Europäischen Parlament, wie in der Fassung des Vertrags von Nizza vorgesehen, von derzeit 785 auf 736 für 27 Mitgliedstaaten reduzieren.

Während  des EU-Gipfels in Brüssel vom 11. -12. Dezember 2008 sind sich die EU-Staats- und Regierungschefs über mehrere Forderungen Irlands einig geworden. Ein zweites Referendum über den Vertrag von Lissabon in Irland ist nun möglich. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird das Referendum im Oktober 2009 abgehalten werden.
Damit reduzieren sich die Sitze im Parlament von derzeit  785 auf 736 wie in der Vertragsfassung von Nizza vorgesehen. Deutschland wählt damit 99 Abgeordnete für das Europaparlament.


Änderung der Sitzverteilung im Europäischen Parlament, wenn der Reformvertrag von Lissabon vor der Europawahl 2009 in Kraft tritt:

Land Sitze Sitze 2004-2009 ab 2009 (Lissabon) ab 2009 (Nizza)
Belgien 24 22 22
Bulgarien 18 18 17
Dänemark 14 13 13
Deutschland 99 96 99
Estland 6 6 6
Finnland 14 13 13
Frankreich 78 74 72
Griechenland 24 22 22
Irland 13 12 12
Italien 78 73 72
Litauen 13 12 12
Lettland 9 9 8
Luxemburg 6 6 6
Malta 5 6 5
Niederlande 27 26 25
Österreich 18 19 17
Polen 54 51 50
Portugal 24 22 22
Rumänien 35 33 33
Slowakei 14 13 13
Slowenien 7 8 7
Spanien 54 54 50
Schweden 19 20 18
Tschechische Republik 24 22 22
Ungarn 24 22 22
Vereinigtes Königreich 78 73 72
Zypern 6 6 6
Summe 785 750 + 1 736

(Quelle: Europäisches Parlament)

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