Wahlprognosen

Symbolbild Statistik. Foto: Photo by Viktor Hanacek, www.picjumbo.com.

Aktuelle Wahlprognosen für die Europawahl 2019 gibt es momentan noch nicht. Allerdings gibt es Meinungsumfragen zu den Themen der EU-Politik.

Aktuelle Umfragen zu Themen der EU

Symbolbild Statistik. Foto: Photo by Viktor Hanacek, www.picjumbo.com.

Die EU bringt Vorteile (Politbarometer Juni 2017)


51 Prozent der Befragten finden laut Politbarometer, die EU bringe der deutschen Bevölkerung vor allem Vorteile: "Lediglich für 14 Prozent überwiegen die Nachteile und 33 Prozent meinen, dass sich Vor- und Nachteile ausgleichen. (...) Insgesamt stehen die Vorteile der EU-Mitgliedschaft derzeit für die Deutschen so stark im Vordergrund wie zuletzt vor rund einem Jahr, als direkt nach der Brexit-Abstimmung in Großbritannien der positivste Wert (Juli I 2016: 51 Prozent) im Politbarometer gemessen wurde."

Auch die Zusammenarbeit in der EU solle laut der Befragen intensiver werden:  "So halten 97 Prozent eine engere Kooperation bei der Terrorbekämpfung für wichtig (nicht wichtig: 2 Prozent), 94 Prozent bei der Flüchtlingspolitik (nicht wichtig: 4 Prozent) und 90 Prozent bei der Außen- und Sicherheitspolitik (nicht wichtig: 9 Prozent; Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils „weiß nicht“)."

Zum Polit-Barometer (Juni 2017)


Die EU und Flüchtlinge

Das Vertrauen in die gerechte Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der EU ist gering: "Lediglich 18 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass es in Zukunft zu einer gleichmäßigeren Verteilung kommen wird, 78 Prozent bezweifeln das. Große Zustimmung findet der Vorschlag, dass Länder, die sich weigern, Flüchtlinge aufzunehmen, Ausgleichszahlungen leisten sollen. 82 Prozent befürworten das, 15 Prozent sind dagegen."

Zum Polit-Barometer (September 2017)


Keine Gnade beim Brexit

Dem Brexit stehen die befragten Deutschen eher skeptisch und hart gegenüber: "Die meisten Deutschen (82 Prozent) sind dagegen, Großbritannien bei den jetzt beginnenden Brexit-Verhandlungen mit der EU stark entgegenzukommen. Nur 14 Prozent sind für größere Zugeständnisse an das Land. Langfristig erwarten zwei Drittel (67 Prozent), dass der Austritt Großbritanniens eher negative Folgen für die EU haben wird, 17 Prozent glauben, dass sich das letztlich eher positiv auswirken wird."

Zum Polit-Barometer (Juni 2017)

Nach oben

Zur Aussagekraft von Wahlprognosen

Wenn am nächsten Sonntag Europawahl wäre...

Der Informationswert von Wahlprognosen  im Vorfeld einer Wahl müssen immer kritisch hinterfragt werden. Die Umfrageergebnisse der Institute können bestenfalls Richtwerte sein.

Die Wahlen in den letzten Jahrzehnten haben gezeigt, dass die Umfragen nur selten den tatsächlichen Ergebnissen entsprochen haben, aber dennoch dienen sie als Hinweis über die Stimmung im Lande zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Natürlich werden Wahlprogrnosen verwendet, um die politischen Gegner unter Druck zu setzen. Nach Ansicht von Wahlforschern kommt es vor allem dann zu deutlichen Fehlprognosen, wenn ein großer Anteil der Wähler bis kurz vor der Wahl unentschlossen ist. Ein hoher Anteil an Wechselwählern kann Prognosen zusätzlich erschweren.

Ob die Veröffentlichung von Umfrageergebnissen Wähler und Wahlen beeinflussen kann, ist umstritten. Letztendlich zählt also, wie die Wählerinnen und Wähler entscheiden, und nicht, was die Demoskopen vorhersagen.

Nach oben

Wahlprognosen vor der Europawahl 2014

Erstmals traten 2014 die Parteien europaweit mit Spitzenkandidierenden zur Wahl an, allerdings kannten nur wenige Befragte deren Namen. 29 Prozent kannten den Spitzenkandidaten der Sozialdemokratischen Partei Europas Martin Schulz, noch schlechter sieht es für den Kandidaten der Europäischen Volkspartei Jean-Claude Junker aus, den nur 15 Prozent kannten - so die Ergebnisse des letzten ZDF-Politbarometer vor der Wahl vom 16.5.2014.

 

Wahlumfragen zur Europawahl 2014 (Angaben in Prozent)
Im EU-Parlament vertretene Parteien

Sonstige
Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) vom 16.5.20143827113813
Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) vom 9.5.20143827123812
Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) vom 11.4.20143927113812
infratest dimap ARD -DeutschlandTrend vom 3.4.2014402893713
Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) vom 14.3.20143826114813
Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) vom 21.2.20144024124812
INSA (Focus-online) vom 14.2.201439251031013
Infratest dimap (ARD) vom 06.2.20143829104811
Emnid vom 26.1.20144226103811
Europawahl 200937,920,812,111,07,510,

Nach oben

Weiterführende Links

Nach oben


Letzte Überarbeitung: Februar 2018.