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Freihandelsabkommen


Infografik: Freihandelsabkommen: eine Chance für Wachstum? Grafik: Europäisches Parlament


Chlorhühnchen, Hormonfleisch, Gentechnik – Kritiker schauen sorgenvoll auf ein weltweites Freihandelsabkommen. Europäische Firmen sehen dagegen die Chancen, da neue Märkte entstehen.

Nach der Krise der vergangenen Jahre könnten steigende Exporte einen Wirtschaftsaufschwung und neue Arbeitsplätze schaffen, so das Argument von Seiten der EU. Besonders im Focus steht zur Zeit das EU-Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP - Transatlantische Handels- u. Investitutionspartnerschaft).

Links auf die aktuelle Diskussion:

Eine Übersicht über die Freihandelsabkommen und Verhandlungen:

Die EU setzt verstärkt auf bilaterale Verhandlungen mit einzelnen Handelspartnern.
So ist zum 1. März 2013 das Handelsabkommen mit Peru in Kraft getreten. Es folgten zum 1. August 2013 die Abkommen mit Kolumbien, Nicaragua, Panama und Honduras. Desweiteren kamen seit dem 1. Oktober 2013 die Abkommen mit Costa Rica und El Salvador sowie seit 1. Dezember 2013 das Abkommen mit Guatemala dazu.

Bereits fertig verhandelte aber noch nicht in Kraft getretene Abkommen sind:
Das Abkommen mit dem zentralamerikanischen Staat Guatemala war für das 1. Halbjahr 2013 angekündigt, hat sich nun verzögert und sollte bald in Kraft treten. Ebenfalls nur noch in Kraft treten müssen die Abkommen mit den folgenden Staaten (evtl. 2014)Moldau, Ukraine, Singapur und Kanada.

Einzelne ausgewählte Abkommen sind noch zu verhandeln:

USA: Am 17. Juni 2013 wurde der Beginn der Verhandlungen zwischen den USA und der EU für ein umfassendes transatlantisches Handelsabkommen verkündet (TTIP: Transatlantic Trade and Investment Partnership). Für deutsche Unternehmen steht an erster Stelle die Vereinbarkeit und Harmonisierung von Regulierungen und Standards. Aufgrund des Haushaltsstreits in den USA wurde die 2. Verhandlungsrunde im November 2013 nachgeholt.

Japan: Die Verhandllungen wurden im April 2013 aufgenommen. Die Haupthindernisse in Japan liegen im nicht-tarifären Bereich.  Für deutschen Unternehmen ist die Öffnung der Beschaffungsmäkte wichtig.

Vietnam: Die Verhandlungen für ein Freihandelsabkommen befinden sich in der vierten Verhandlungsrunde. Gefordert wird ein höheren Rechtsschutz, v.a. bei geistigen Eigentumsrechten und Marken, die Öffnung der öffentliche Beschaffungsmärkte, eine Orientierung an den Ursprungsregeln, die bereits für das Abkommen mit Korea gelten und derzeit mit Singapur und Malaysia verhandelt werden, Vereinfachungen bei der Visa-Erteilung sowie die Entwicklung von gemeinsamen Standards.

Die Verhandlungen mit Malaysia stehen kurz vor dem Abschluss. Hingegen stocken die Verhandlungen mit Indien und MERCOSUR. Mit MERCOSUR wurden sie bereits ausgesetzt.

Umstellung des AKP-Abkommens
(Abkommen mit den Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifik)

Das AKP-Abkommen wird schrittweise durch regionale zweiseitige Vereinbarungen abgelöst. Bereits in Kraft sind Abkommen mit den karibische Staaten (CARIFORUM), den West-Pazifikstaaten (Papua-Neuguinea) und den ESA-Staaten. Weitere regionale Vereinbarungen mit den AKP-Staaten(-gruppen) Elfenbeinküste, Kamerun, Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft (SADC), Ghana und dder Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) müssen noch in Kraft treten.

(Quelle: Industie- und Handelskammer Heilbronn Franken)

 

Europäische Kommission: Übersicht über Freihandelsabkommen und Verhandlungen (PDF, EN)