Europawahl 2019

 

Der Frauenanteil im neugewählten EU-Parlament

Der Frauenanteil im neugewählten EU-Parlament stieg leicht an und liegt nun knapp über einem Drittel.
Der Anteil weiblicher Abgeordneter erhöhte sich von 31 % im Parlament 2004 - 2009 auf nun 35% nach der Wahl 2009.

Deutschland  befindet sich mit 37 weiblichen von insgesamt 99 Abgeordnete im oberen Mittelfeld im europäischen Vergleich. Finnland führt den Ländervergleich mit einem Frauenanteil von 62% an.

Parlamentarierinnen aus Deutschland:    

Für die Bundesrepublik ziehen sechs weibliche Abgeordnete mehr als nach der letzten Europawahl von 2004 ins EU-Parlament. Im innerdeutschen Vergleich stehen Grüne und die Linke prozentual an der Spitze. Beide Parteien haben das Reißschlussverfahren konsequent umgesetzt und die Hälfte ihrer Abgeordnetensitze mit Frauen besetzt. (Grüne 7 Frauen von insgesamt 14 Abgeordneten und die Linke 4 Parlamentarierinnen von insgesamt 8 Abgeordneten)

Die höchste Anzahl Parlamentarierinnen entsenden die SPD ins EU-Parlament: 10 der 23 Sitze bekommen Frauen (Quote: 43 %). Dagegen bringt es die CDU nur auf 8 Frauen (24 % der 34 Mandate).
Mit einer Frau auf Listenplatz 1 ist neben den Grünen auch die FDP ins Rennen gezogen. Die FDP-Spitzenfrau Silvana Koch-Mehrin zieht mit vier weiteren Kolleginnen ins Parlament. 2004 war die FDP-Politikerin noch allein unter sechs Männern. (Quelle: zwd Frauen. Gesellschaft und Politik, Ausgabe Nr. 267, 14. Juni 2009 - 24. Jahrgang)


Parlamentarierinnen aus Deutschland im EU-Parlament

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Ländervergleich: Frauenanteil im EU-Parlament

Finnland 62
Schweden 56
Estland 50
Niederlande 48
Bulgarien 47
Dänemark 46
Frankreich 44
Lettland 38
Deutschland 37
Spanien 36
Ungarn 36
Rumänien 36
Belgien 36
Portugal 36
Österreich 35
Zypern 33
Luxemburg 33
Vereinigtes Königreich 33
Griechenland 32
Slowenien 29
Slowakei 28
Irland 25
Litauen 25
Polen 22
Italien 21
Tschechische Republik 18
Malta 0
(Quelle: Europäisches Parlament)

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Apuz - Europawahlen

 


Aus Politik und Zeitgeschichte, bpb, 2009 (Beilage zur Wochenzeitung "Das Parlament")
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