Finanz und Finanzierungsinstitutionen

Logo der Europäischen Zentralbank

Europäische Zentralbank (EZB)

Die Europäische Zentralbank (EZB) wurde 1998 durch den Vertrag über die Europäische Union gegründet und hat ihren Sitz in Frankfurt/Main.
Die EZB verwaltet die einheitliche Währung der EU, den Euro und achtet auf die Preisstabilität im Euro-Gebiet.
Die Gestaltung und Durchführung der Wirtschafts- und Währungspolitik der EU liegt in der Verantwortung der Europäischen Zentralbank.

Um diese Aufgaben zu erfüllen, arbeitet die EZB mit dem Europäischen System der Zentralbanken zusammen. Dem Europäischen System der Zentralbanken gehören alle 27 EU-Staaten an, obwohl bisher  nur 15 Mitgiedsländer den Euro eingeführt haben. Die Länder sind: Belgien, Deutschland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Slowenien und Finnland (Slowakei ab 2009) - gemeinsam bilden sie das „Euro-Gebiet“. Ihre Zentralbanken sowie die Europäische Zentralbank werden zum so genannten „Eurosystem“ zusammengefasst.

Turm in Bratislava, Slowakei - Vorbereitung auf den EURO ©Europäische KommissionDie Slowakei stellte am 5. April 2008 offiziell den Antrag, den Euro 2009 einzuführen. Die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank stimmten am 7. Mai 2008, die Finanzminister am 8. Juli 2008 einer Einführung zum 1. Januar 2009 zu.
Karte des Euroraums (Quelle EZB)

In ihrer Arbeit und Aufgaben ist die EZB unabhängig von politischer Einflussnahme und damit völlig unabhängig. So dürfen weder die EZB noch die nationalen Zentralbanken des Eurosystems noch die Mitglieder ihrer Entscheidungsgremien Weisungen von anderen Stellen einholen oder entgegennehmen.  Um die wesentliche Aufgaben der  Sicherstellung der Preisstabilität und der Wahrung der Kaufkraft des Euros zu gewährleisten, wendet die Europäische Zentralbank zwei Methoden an:

  • Sie kontrolliertdie Geldmenge. Wenn diese im Vergleich zum Angebot an Waren und Dienstleistungen zu hoch ist, steigt die Inflation.
  • Sie beobachtet die Preisentwicklung und beurteilt das daraus entstehende Risiko für die Preisstabilität im Euro-Gebiet.

Zur Kontrolle der Geldmenge gehört unter anderem die Festlegung von Zinssätzen für das gesamte Euro-Gebiet und ist damit sehrwahrscheinlich die bekannteste Aufgabe der Bank. 

Weiterführende Links:

Europäische Zentralbank (Homepage)

Wikipedia: Europäische Zentralbank

Portal der Europäischen Union: EZB


Logo der Europäischen Investitionsbank

Europäische Investitionsbank

Die Europäische Investitionsbank (EIB) wurde 1958 durch den Vertrag von Rom als Bank für langfristige Finanzierungen der Europäischen Union gegründet.
Sie gewährt dem öffentlichen und privaten Sektor Darlehen zur Finanzierung von Projekten, die im europäischen Interesse liegen wie:

  • Förderung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts und die Entwicklung in benachteiligten Regionen zu unterstützen
  • Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen
  • Umweltschutzmaßnahmen
  • Forschung, Entwicklung und Innovation
  • Verkehr
  • Energie

Der Tätigkeitsbereich der Europäische Investitionsbank erstreckt sich auf die EU und weitere 140 Länder weltweit, mit denen die EU Kooperationsabkommen geschlossen hat.
 
Die EIB ist eine politisch orientierte Bank ohne Erwerbszweck. Sie verwaltet keine Privatkonten, führt keine Schaltergeschäfte und erteilt keine private Anlageberatung. Die EIB vergibt langfristige Darlehen für Investitionsvorhaben, gewährt jedoch keine Zuschüsse.

Die EIB befindet sich im Besitz der Mitgliedstaaten der Europäischen Union und erhält keine Mittel aus dem Haushalt der EU, sondern finanziert sich durch Anleihen auf den Kapitalmärkten.

Die Projekte, in die die Bank investiert, werden anhand der folgenden Kriterien sorgfältig ausgewählt:

  • sie tragen zur Verwirklichung von Zielen der EU bei;
  • sie sind wirtschaftlich, finanziell, technisch und ökologisch tragfähig;
  • sie sollten zur Eröffnung weiterer Finanzierungsquellen beitragen.

Die EIB unterstützt die nachhaltige Entwicklung in den derzeitigen und potenziellen Kandidatenländern, in den südlichen und östlichen Nachbarländern der EU und in den Partnerländern anderenorts.

Die Europäische Investitionsbank ist der Hauptanteilseigner des Europäischen Investitionsfonds.

(Quelle: Portal der Europäischen Union)

Weiterführende Links:

Europäische Investitionsbank (Homepage)

Wikipedia: Europäische Investitionsbank


Europäische Investitionsfonds

Der Europäische Investitionsfonds (EIF) unterstützt das Wachstum und die Entwicklung kleiner und mittelständischer Unternehmen. Gründungsmitglieder des EIF sind die Europäische Investitionsbank, die Kommission sowie private europäische Finanzinstitutionen.
 
Hauptzweck des Fonds ist die Förderung der Gründung, des Wachstums und der Entwicklung kleiner und mittelständischer Unternehmen mit Hilfe der Instrumente Risikokapital und Garantien. Er führt seine Tätigkeit in den Mitgliedstaaten der Gemeinschaft, in den Ländern, die den Beitritt zur Gemeinschaft beantragt haben und für die der Beitrittsprozess begonnen hat, in den Ländern der Europäischen Freihandelszone sowie - sofern es sich um grenzüberschreitende Projekte handelt - in an die Gemeinschaft angrenzenden Ländern durch. Der Fonds ist mit Rechtspersönlichkeit und Finanzautonomie ausgestattet.

(Quelle: SCADPlus: Satzung des Europäischen Investitionsfonds)

Weiterführende Links:

Europäische Investitionsfonds (Homepage)


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