Europawahl 2009 in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg waren insgesamt 7.635.842 Personen wahlberechtigt (7.487.111 Wahlberechtigte 2004). Davon beteiligten sich 52.0 Prozent der Wählerinnen und Wähler an der Wahl. (53,1 Prozent 2004).

Die CDU hat bei der Europawahl in Baden-Württemberg mit einem Stimmenanteil von 38,7 Prozent gegenüber 2004 (47,4 Prozent) Stimmen verloren, blieb aber stärkste Partei im Land. Bundesweit erreichte die Partei 30,7 Prozent der Stimmen.

Die SPD erhielt in Baden-Württemberg nur 18,1 Prozent der Stimmen. Gegenüber der Europawahl 2004 verlor sie 1,5 Prozentpunkte. Bundesweit kamen die Sozialdemokraten auf 20,8 Prozent.

Die GRÜNEN erreichten dagegen in Baden-Württemberg ihr bestes Ergebnis bei Europawahlen. Während sie in Baden-Württemberg mit einem Plus von 0,6 Prozentpunkten auf 15 Prozent der gültigen Stimmen kamen, schafften sie bundesweit nur 12,1 Prozent.

Die FDP erreichte in Baden-Württemberg 14,1 Prozent, 7,3 Prozentpunkte mehr als 2004. Bundesweit erreichten die Liberalen mit 11 Prozent.

Die LINKE (vormals PDS) war bundesweit mit 7,5 Prozent wesentlich erfolgreicher als landesweit mit 3 Prozent der Stimmen.

Wahlbeteiligung
Die Wahlbeteiligung bei der Europawahl 2009 lag in Baden-Württemberg mit 51,9 Prozent niedriger als 2004, als 53,1 Prozent der Wählerinnen und Wähler ihre Stimme abgaben.

Davon stimmten in Baden-Württemberg für:

Partei 2009 Stimmanteil in % 2004 Stimmanteil in %
CDU 38,7 47,4
SPD 18,1 19,6
GRÜNE 15,0 14,4
FDP 14,1 6,8
REP 1,9 2,8
Die Linke (PDS) 3,0 1,1
Die Tierschutzpartei 1,2 1,4
PBC 0,7 0,7
ödp 0,5 0,6
DIE FRAUEN 0,3 0,7
CM 0,2 0,2
BüSo 0,0 0,0
AUFBRUCH 0,1 0,1
DKP 0,1 0,1
FAMILIE 1,0 1,1
PSG 0,0 0,1
Volksabstimmung 0,3 0,6
50Plus 0,2 -
AUF 0,2 -
BP 0,1 -
DVU 0,2 -
Die Grauen 0,2 -
Die Violetten 0,2 -
EDE 0,1 -
FBI 0,1 -
Für Volksentscheide 0,2 -
FW Freie Wähler 1,3 -
Newropeans 0,1 -
Piraten 0,9 -
RRP 0,3 -
Rentner 0,7 -

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Gewählte Abgeordnete aus Baden-Württemberg

Aus Baden-Württemberg sind in der Periode von 2009 - 2014 12 Abgeordnete im Europaparlament vertreten - vorher waren es 13.

Name, Ort Partei Listenplatz
Rainer Wieland, Gerlingen CDU 1
Daniel Caspary, Stutensee CDU 2
Dr. Andreas Schwab, Villingen-Schwenningen CDU 3
Elisabeth Jeggle, Biberach an der Riß CDU 4
Dr. Ingeborg Gräßle, Heidenheim an der Brenz CDU 5
Dr. Thomas Ulmer, Mosbach CDU 6
Evelyne Gebhardt, Mulfingen SPD 2
Peter Simon, Mannheim SPD 13
Dr. Silvana Koch-Merin FDP 1
Michael Theurer, Horb am Neckar FDP 8
Heidemarie-Rose Rühle, Stuttgart GRÜNE 3
Franziska Katharina Brantner, Freiburg im Breisgau GRÜNE 11

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Weiterführende Links:

Homepage der Abgeordneten aus Baden-Württemberg:
Aus der CDU

Daniel Caspary, MdEP, Stutensee, Nordbaden
Dr. Ingeborg Gräßle, MdEP, Heidenheim, Nordwürttemberg
Elisabeth Jeggle, MdEP, Biberach, Württemberg-Hohenzollern
Dr. Andreas Schwab, MdEP, Villingen-Schwenningen, Südbaden
Dr. Thomas Ulmer, MdEP, Mosbach, Nordbaden
Rainer Wieland, MdEP, Stuttgart, Nordwürttemberg

Aus der SPD

Evelyne Gebhardt, MdEP, Künzelsau, Nordwürttemberg
Peter Simon, Mannheim, MdEP, Nordbaden

Aus der FDP

Silvana Koch-Mehrin, MdEP, Karlsruhe, Nordbaden
Michael Theurer, MdEP, Horb am Neckar, Nordbaden

Aus Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Heide Rühle, MdEP,  Stuttgart, Nordwürttemberg
Franziska Katharina Brantner, MdEP Freiburg, Südbaden


Wahlergebnisse 2009:

Ergebnisse der Europawahl 2009 aus Baden-Württemberg (Statistisches Landesamt)


 

 

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Projekte und Veranstaltungen




europazentrum

Europa Zentrums Baden-Württemberg

Europa Zentrum Baden-Württemberg – Institut und Akademie für Europafragen

Europabezogene Informations- und Bildungsarbeit beziehungsweise die Auseinandersetzung mit europabezogenen Fragen geschieht im Europa Zentrum Baden-Württemberg auf unterschiedliche Art und Weise.

  • Zum einen in Form der klassischen Jugend- und Erwachsenenbildung über Seminare, Studienfahrten, Diskussionsveranstaltungen, Vorträge und E-Learning-Kurse. Diese Programme finden alle im Akademiebereich des Europa Zentrums statt.
  • Zum andern in Form von wissenschaftlichen Symposien, Kolloquien und Publikationsprojekten des Institutsbereich, die dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn genauso dienlich sind wie der Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse an die breitere Bevölkerung in Baden-Württemberg.

Beide Bereiche können auf eine Bibliothek des Europa Zentrums Baden-Württemberg zurück greifen, die vor allem Buchbestände zum Thema europäische Integration umfasst und die auf Anfrage auch von baden-württembergischen Bürgerinnen und Bürgern benutzt werden kann.

Publikationen
Institut und Akademie des Europa Zentrums Baden-Württemberg sind auch an eigenen Publikationen beteiligt, die zum Großteil beim Europa Zentrum bezogen werden können. Zur Liste mit den Publikationen.


 

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Deutscher Untertitel zur "Animation on the Council of the European Union and the European Council"

Was ist der Rat?

Gefragt nach den wichtigsten EU-Institutionen

lautet die Antwort meistens: die Kommission,  das Parlament und der Rat.

Aber "der Rat" bezeichnet eigentlich zwei verschiedene Institutionen: 

den Europäischen Rat und den Rat der Europäischen Union.

Das ist nicht dasselbe.

Die beiden Organe haben ähnliche Namen,  sie nutzen gemeinsame Gebäude und arbeiten mit demselben Personal dem Generalsekretariat des Rates.

Das ist tatsächlich verwirrend.

Ihre Namen sind zwar ähnlich, jedoch unterscheiden sie sich sehr in ihrer Rolle und ihrer Zusammensetzung.

Der Europäische Rat gibt die politische Richtung und die Prioritäten der EU vor.

  • Er erlässt keine EU-Rechtsvorschriften.
  • Er setzt sich aus den Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten zusammen
  • und trifft sich mindestens 4 mal jährlich.
  • Den Vorsitz der Tagungen führt der Präsident des Europäischen Rates,  der alle 2,5 Jahre gewählt wird.

Das ist also der Europäische Rat.

Aber was ist mit dem Rat der EU?

  • Er verhandelt und erlässt EU-Rechtsakte zusammen mit dem Europäischen Parlament.
  • Ihm gehören Minister der Mitgliedstaaten an,  die nach Fachbereichen tagen.
    So beraten die Wirtschafts- und Finanzminister bei ihren Treffen über Finanzfragen, und die Justizminister verhandeln über Justizangelegenheiten.
  • Er koordiniert auch die Politik in bestimmten Bereichen,
  • entwickelt die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik,
  • schließt internationale Abkommen und
  • nimmt zusammen mit dem EP den Haushaltsplan der EU an.

Der Ratsvorsitz wechselt alle 6 Monate zwischen den EU-Mitgliedstaaten.

Vielleicht haben Sie auch vom Europarat gehört…

Doch das ist KEINE EU-Institution.

Eigentlich ist alles ganz einfach, wenn man sich diese Faustregel merkt:

Der Europäische Rat legt die politische Agenda der EU fest.

Der Rat der EU berät über Rechtsvorschriften und erlässt sie.

Mehr dazu finden Sie auf unserer Website: www.consilium.europa.eu/