Europawahl 2019

 

Potenzielle Beitrittskandidaten

Potenzielle Bewerber für eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union sind  Albanien, Bosnien und Herzegowina, sowie der Kosovo. Die EU hat sich wiederholt auf höchster politischer Ebene zur EU-Mitgliedschaft der westlichen Balkanländer bekannt, sofern diese die Beitrittskriterien erfüllen. 

Albanien stellte am 28. April 2009 den formellen Antrag auf Mitgliedschaft in der EU. Die politische Krise Albaniens nach den Parlamentswahlen 2009 warf das Land jedoch im Beitrittsprozess zunächst weit zurück, noch Ende 2011 erfüllte Albanien keines der 12 von der EU geforderten Kriterien für die Verleihung eines EU-Beitrittskandidatenstatus. Im Dezember 2012 verpasste Albanien durch die parlamentarische Ablehnung von seitens der EU geforderten Reformen zunächst eine zweite Chance. Die Parlamentswahlen im Juni 2013 waren für Albanien jedoch ein erfolgreicher Test demokratischer Reife. Die Europäische Kommission empfahl dem EU-Rat im Oktober 2013 die Verleihung des Beitrittskandidatenstatus an Albanien.

In Bosnien-Herzegowina begegnen sich muslimische, kroatische und serbische Politiker nach wie vor unversöhnlich. Die jährlichen Fortschrittsberichte der Europäischen Kommission stellen dem Land ein eher kritisches Reformzeugnis aus und fordern die Schaffung eines funktionierenden Staatswesens, die Angleichung der Verfassung an die Europäische Menschenrechtskonvention und die Übernahme und Umsetzung von EU-Rechtsvorschriften.

Kosovo hat am 17. Februar 2008 seine Unabhängigkeit erklärt, was von zahlreichen Staaten, darunter auch die EU-Mitgliedsstaaten Griechenland, Rumänien, Slowakei, Spanien und Zypern, bis heute nicht anerkannt wird. Offiziell wird der Kosovo dennoch von der EU zu den "potenziellen Kandidatenländer" gezählt. 

Potenzielle Betrittskandidaten
AlbanienRegierungsform: Parlamentarische Republik mit einer Kammer, 140 Sitze
Landesfläche: 28.748 qkm
Hauptstadt: Tirana
Bevölkerung: 3.087.159 Einwohner
Landessprache: Albanisch (Shqip)
Religionen/Kirchen: Religionsverbot Ende 1990 aufgehoben. Bis zu 70 Prozent der Bevölkerung sind Moslems; 20% griechisch-orthodox; 10% katholisch
seit 10.07.95 Mitglied des Europarats.
Bosnien und HerzegowinaStaats- und Regierungsform: Demokratischer Bundesstaat mit zwei starken konstitutiven Landesteilen: Föderation von Bosnien und Herzegowina und Republika Srpska
Parlament: Zweikammerparlament (Abgeordnetenhaus und Völkerkammer)
Fläche: 51.129 qkm
Hauptstadt: Sarajewo
Bevölkerung: Ca. 3,8 Mio. Einwohner, davon 68% in der Föderation im Landesteil Föderation von Bosnien-Herzegowina und 32% im Landesteil Republika Srpska
Landessprache: Bosnisch-Serbisch-Kroatisch, mit lateinischem (bosnisch/kroatisch) und kyrillischem Alphabet (serbisch)
Religionen: Zensus 1991: 44% Muslime, 31,5% Serbisch-Orthodoxe, 17% Katholiken. 2007 (geschätzt): 48,3% Muslime, 34% Serbisch-Orthodoxe, 15,4% Katholiken)
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen u.a.: Vereinte Nationen, UNESCO, Europarat
Währung: Konvertible Mark
KosovoStaatsform: Republik
Landesfläche: 10.877 qkm
Hauptstadt:  Pristina
Bevölkerung: ca. 2.126.700
Landessprache: In Kosovo sind Albanisch und Serbisch Amtssprachen, die entsprechend den Siedlungsgebieten Anwendung finden.

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Die EU - Eine Folienpräsentation

 

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