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Mitgliedsländer

Im Frühjahr 1998 begann die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Zypern, Ungarn, Polen, Estland, der Tschechischen Republik und Slowenien, der so genannten "Luxemburg-Gruppe". Der Europäische Rat legte dazu 1997 in Luxemburg fest, dass die Erfüllung der Kopenhagener (politischen) Kriterien Voraussetzung für die Aufnahme von Verhandlungen war. Die wirtschaftlichen und die "Acquis"-Kriterien hingegen sollten "aus einer zukunftsorientierten, dynamischen Sicht heraus" beurteilt werden.

In Helsinki wurde 1999 die Aufnahme der Beitrittsverhandlungen mit Rumänien, der Slowakei, Lettland, Litauen, Bulgarien und Malta festgelegt, die im Frühjahr 2000 für die fortan so genannte "Helsinki-Gruppe" erfolgte.

Am 12. und 13. Dezember 2002 wurden bei einem Zusammentreffen des Europäischen Rates in Kopenhagen die Beitrittsverhandlungen zwischen der EU und den zehn Beitrittsländern - der Tschechischen Republik, Estland, Zypern, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, Slowenien und der Slowakei - abgeschlossen.

Die feierliche Unterzeichnung des Beitrittsvertrages mit den zehn Beitrittsländern vollzogen die Staats- und Regierungschefs sowie die Außenminister der beteiligten Staaten am 16. April 2003 in Athen. Der Beitrittsvertrag regelt die Bedingungen des Beitritts der zehn Beitrittsländer zum 1. Mai 2004.

Die Erweiterung der Europäischen Union am 1. Mai 2004 war eine einmalige historische Chance und gleichzeitig eine enorme politische Herausforderung. Durch die Aufnahme weiterer zehn mittel- und osteuropäischer Staaten wird ein Beitrag zur dauerhaften Überwindung der Teilung Europas geleistet.

Zum 1. Mai 2004 waren Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, die Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern (nach dem Scheitern des Referendums trat nur der griechische Landesteil bei) als Vollmitglieder aufgenommen worden.

Mit der Aufnahme von Rumänien und Bulgarien zum 1. Januar 2007 und von Kroatien zum 1. Juli 2013 ist die EU auf 28 Mitgliedstaaten gewachsen und zählt nun knapp 507 Millionen Bürgerinnen und Bürger.

Mitgliedsstaaten der EU (2008) ©Portal der europäischen Union
Mitgliedsstaaten der EU (2008) ©Portal der europäischen Union
Mitgliedstaaten seit Mai 2004
EstlandStaatsform: Republik
Hauptstadt: Tallinn
Fläche: 45 000 km²
Bevölkerung: 1,3 Millionen
Währung: Euro (seit 2011)
LettlandStaatsform: Republik
Hauptstadt: Riga
Fläche: 65 000 km²
Bevölkerung: 2,3 Millionen
Währung: Lats
LitauenStaatsform: Republik
Hauptstadt: Wilna (Vilnius)
Fläche: 65 000 km²
Bevölkerung : 3,3 Millionen
Währung: Litas
MaltaStaatsform: Republik
Hauptstadt: Valletta
Fläche: 316 km²
Bevölkerung: 400 000
Währung: Euro (seit 2008)

PolenStaatsform: Republik
Hauptstadt: Warschau
Fläche: 313 000 km²
Bevölkerung: 38,1 Millionen
Währung: Zloty
SlowakeiStaatsform: Republik
Hauptstadt: Bratislava
Fläche: 49 000 km²
Bevölkerung: 5,4 Millionen
Währung: Euro (seit 2009)
SlowenienStaatsform: Republik
Hauptstadt: Ljubljana
Fläche: 20 000 km²
Bevölkerung: 2 Millionen
Währung: Euro (seit 2007)
Tschechische RepublikStaatsform: Republik
Hauptstadt: Prag
Fläche: 79 000 km²
Bevölkerung: 10,5 Millionen
Währung: Tschechische Krone
UngarnStaatsform: Republik
Hauptstadt: Budapest
Fläche: 93 000 km²
Bevölkerung: 10 Millionen
Währung: Forint
Zypern (südliche Hälfte) Staatsform: Republik
Hauptstadt: Nikosia
Fläche: 9 000 km²
Bevölkerung: 800 000
Währung: Euro (seit 2008)
Bei einem Volksentscheid im April 2007 hatten 76 Prozent der griechischen Zyprer gegen die Wiedervereinigung Zyperns gestimmt. Im türkischen Norden stimmten dagegen 65 Prozent dafür. Damit trat am 1.Mai 2004 nur die südliche Hälfte Zyperns der Europäischen Union bei.

Weiterführende Links:

Gescheiterte Wiedervereinigung (Spiegel Online)

Mitgliedstaaten seit Januar 2007
Bulgarien                              

Staatsform: Republik. Bulgarien ist eine parlamentarische Demokratie mit einem Einkammer-Parlament und einem vom Volk gewählten Präsidenten.
Hauptstadt: Sofia.
Fläche: von 110.994 qkm
Bevölkerung: 8 Millionen Menschen.
Die Bevölkerung setzt sich aus 85 Prozent Bulgaren, rund 10 Prozent ethnischen Türken und kleineren Minderheiten zusammen.
Landessprache ist Bulgarisch.
Das Land ist seit Ende März 2004 Mitglied der NATO.
Währung: Lew

Rumänien

Staatsform: Republik mit einem direkt gewählten Präsidenten und einem aus zwei Kammern bestehenden Parlament.
Hauptstadt: Bukarest
Fläche: 237.500 qkm
Bevölkerung: 21,6 Millionen Menschen, darunter eine ungarische und eine kleinere deutsche Minderheit (ca. 60.000).
Das Land ist seit Ende März 2004 Mitglied der NATO.
Währung: Leu

Mitgliedstaat seit Juli 2013
Kroatien                               Staatsform: Republik. Kroatien ist eine parlamentarische Demokratie mit vom Volk gewähltem Parlament und Präsidenten.
Hauptstadt: Zagreb.
Fläche: von 56.594 qkm
Bevölkerung: 4,38 Millionen, circa 90% Kroaten; 4,5% Serben; 5% sonstige: Bosniaken, Italiener, Ungarn, Albaner, Slowenen, Tschechen, Roma, Montenegriner, Slowaken, Mazedonier.
Landessprache: Kroatisch, in Gebieten mit starken ethnischen Minderheiten sind daneben Serbisch, Italienisch, Ungarisch Amtssprache.
Religionen/Kirchen: 88% römisch-katholisch, 4% serbisch-orthodox, 1% muslimisch
Währung: Kuna

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Weiterführende Links:

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Handbuch Europapolitik

 

Band 4 aus der Reihe Politik in Baden-Württemberg
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Vortragsfolien zur Europäischen Union

 

Auf mehreren Grafiken sind die Kompetenzen und Strukturen der europäischen Institutionen dargestellt. Sie können im Unterricht, als Schaubild oder Vortragsfolie eingesetzt werden. Die Vortragsfolien können auch direkt als Präsentationsdokument heruntergeladen werden.

 
 
 
 
 

Die EU - Eine Folienpräsentation

 

Hier finden Sie eine Reihe von ansprechend gestalteten Powerpoint-Folien über die Europäische Union, ihre Aufgaben und Arbeitsweise.

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